Ein Maredon`t für Werbesturmunddrängler

Ich mache es kurz, es ist ja bereits fast alles zum Thema nichtauthorisierte Maredo-Werbung von Scholz & Friends gesagt.
Dennoch darf dieses moderne Faux-pas werbetreibender Jungspunde in einem Agenturumfeld, welches sich nicht unbedingt durch menschlich brillantes Miteinander, sondern diese (scheinbar immer noch) hippe  „Ich bin so irre kreativ, ich darf das, weil ich es kann!“-Attitüde auszeichnet, nicht unter den Tisch fallen.

Kollegen, Ihr habt da Scheiße gebaut. Und damit meine ich nicht, dass das Machwerk an die (breite) Öffentlichkeit geraten ist (auszeichnen lassen, habt Ihr Euch ja vorsichtshalber schon mal für den Schmarren), auch nicht die mutmaßlich homophobe Witzeherleitung und das Beleidigen vegetarischer Befindlichkeiten, das ist alles Ansichtssache – aber Euer Job ist nicht freie Kunst zu produzieren, sondern eine Marke zu verstehen, zu verinnerlichen, und dieser dann mittels Eurer Kreativität zu mehr Schubkraft, Glanz, Ansehen und natürlich auch Umsatz zu verhelfen. Eure Arbeit ist leider genau das Gegenteil geworden, weil Euch die eigene Eitelkeit am Sack gepackt hat. Schlimm, wenn man sich nicht zurücknehmen kann und die Marke nur noch zum Träger Eurer Geltungssucht wird, was?

Und das dennoch Spannendste daran ist vielleicht, dass Ihr Maredo damit sogar im Endeffekt nicht einmal geschädigt habt, denn die Maredo-Zielgruppe wird über den Tumult um das Ganze herzlich lachen, sich bestätigt sehen und herzhaft zubeißen.

 

Hier der W&V-Artikel zum – morgen eh schon wieder vom nächsten GAU verdrängten Geschehen.

 

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